Kultur

Sie finden hier keine Begriffsdefinitionen, sondern stichwortartig Haltung aus der
Sicht von Comeros zu inhaltlichen Aspekten dieser Begriffe. Für die Definition
der Begriffe verweisen wir Sie auf Wikipedia und andere enzyklopädische
Nachschlagewerke. 

Religion und Transzendenz










 

Die Haltung der Comeros-Philosophie ist grundsätzlich agnostisch.

Wir halten die Existenz eines höheren Wesens oder eines Seinszustand jenseits
der wahrnehmbaren Formen physischen Lebens für nicht erkennbar oder wissenschaftlich
nachweisbar. Das ist nicht atheistisch, denn wir leugnen diese Existenz als denkbare
Möglichkeit durchaus nicht.

Aber wir lehnen bloss denkbare Möglichkeiten, sowie entsprechende hypothetische
Modelle, somit jeglichen religiösen oder spirituellen Glauben als Grundlage gesell-
schaftlicher Ordnungen ab.

Das bedeutet aber in keiner Weise, dass wir die Möglichkeit der Transzendenz bestreiten,
wir weigern uns bloss – aus grundsätzlicher und historischer Erfahrung – individuelle und
widersprüchliche Deutungen transzendenter Möglichkeiten zur Erklärung, Deutung und
Ordnung der menschlichen Existenz zu verwenden.

Die geschichtliche Erfahrung beweist, dass beliebige Deutungen transzendenter
Möglichkeiten (Jenseits, Gott, Seele, Himmel, Hölle, Teufel usw.) immer und immer
wieder systematisch zur Durchsetzung ordnungspolitischer Ziele, zum Zwecke der
Unterordnung, zur Unterdrückung und Ausbeutung instrumentalisiert worden sind.

Unsere agnostische Haltung bedeutet damit auch nicht die Leugnung (noch) nicht
erklärbarer psychologischer und parapsychologischer Phänomene. Die empirische
Funktionalität solcher Erscheinungen scheint uns bedeutend wichtiger als deren
willkürliche Rechtfertigungs- und Erklärungsversuche. Neuere naturwissenschaftliche
Forschungsergebnisse bestätigen beispielsweise empirisch durchaus die Wirkung von
Placebo-Medikamenten, gewisser Meditationstechniken (Joga) oder beispielsweise der
traditionellen chinesischen Medizin (TCM), ohne dass diese heute naturwissenschaftlich
erklärbar ist. Dass die Effizienz solcher Methoden nicht erklärbar ist, bedeutet jedoch
keineswegs, dass wir in jedem Fall Zuflucht zu gedanklichen Hypothesen zu deren
Erklärung nehmen müssen.

Der Mensch muss lernen ohne Angst damit zu leben, dass er sich nicht für alles
eine wohlfeile Erklärung erfinden kann.

Spiritualität

Wir akzeptieren den Begriff Spiritualität für die individuelle persönliche Erfahrung von
Transzendenz und zur Bezeichnung nicht weiter deduzierbarer Eigenschaften der
Stimmungs- und Gefühlswelt des Menschen, nicht jedoch als gesellschaftliche und
politische Konzepte, die sich im Gegensatz zum rationalen Denken und zur materiellen
Körperlichkeit stellen.

In diesem Sinne sind für uns Gefühle wie Liebe, aber auch Gefühle wie die Lust oder
der Orgasmus
'spirituell'.

 

HOME