PHILOSOPHIE

Sie finden hier stichwortartig Haltung aus der Sicht von Comeros zu inhaltlichen
Aspekten der Erkenntnistheorie. Für die Definition der Begriffe verweisen wir Sie
auf Wikipedia und andere enzyklopädische Nachschlagewerke. 

Wahrheit und Plausibilität









 

Es gibt keine Wahrheit.

Wahrheit ist ein semantischer Begriff, der durch seine Absolutheit einen
Widerspruch in sich selbst bildet. Wahrheit ist immer relativ. Er bezieht sich immer
und ausschliesslich auf ein in sich geschlossenes ("Wahr"nehmungs-)System.
Aus diesem Grund wird in der Naturwissenschaft der Begriff nicht verwendet.
An seine Stelle tritt der Begriff der Plausibilität, der sich aus der naturwissen-
schaftlichen induktiven oder empirischen Beweisführung ergibt.

Wahrheit gibt es nicht, Plausibilität hingegen schon!

Plausibilität ist quasi eine vorläufige "Wahrheit" bis allenfalls das Gegenteil
dieser "Wahrheit" bewiesen werden kann. Es ist der Unterschied des Agnostikers
zum Atheisten. Der Agnostiker zweifelt, er sagt "Ich weiss nicht, ob es Gott gibt",
der Atheist sagt "Es gibt keinen Gott". Der eine relativiert, der andere verabsolutiert.

Allgemein verbindliche Grundsätze können immer nur den Charakter von
Plausibilitäten haben. Nie sollte der Absolutheitsanspruch einer "Wahrheit" an die
Stelle einer Plausibilität treten.

Eine der schlimmsten Sünden jedes ideologischen und politischen Systems ist es
"Wahrheiten" an Stelle von Plausibilitäten zu setzen. Relativität sollte ein Grund-
anspruch eines ideologischen Systems sein, d.h. das System soll nur für den und
wirklich nur für den verbindlich sein, der sich in voller Freiheit für dieses ent-
scheidet.

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